PHYSIOTHERAPIE

Was ist Physiotherapie?

Die moderne Physiotherapie sieht auf eine lange Entwicklung zurück. Früher als Heilgymnastik oder auch Krankengymnastik bezeichnet liegen ihre Wurzeln viele Jahrhunderte zurück. Bereits im alten Griechenland, dem Römischen Reich und auch in Japan und China fanden entsprechende Maßnahmen Erwähnung. Allerdings wurde der heute zunehmende Bereich chronischer Alltagserkrankungen von Bewegungsapparat und Stoffwechsel, der sogenannten Zivilisationserkrankungen und Sportverletzungen dabei weniger betrachtet als die Rehabilitation von Soldaten.

Der moderne Physiotherapeut untersucht und deutet funktionelle und sensomotorische Funktions- und Entwicklungsstörungen des Bewegungssystems aufgrund einer ärztlichen Diagnose. Er arbeitet im sogenannten Weisungsverfahren. Er erstellt einen individuellen Behandlungsplan mit Bezug zum Rezept das vor Behandlungsbeginn vorliegen muss.*

Die Therapie zielt auf die natürlichen, physiologischen Reaktionen und Bewegungen des Organismus (z.B. Muskelaufbau, Stoffwechselanregung) zur Schmerzbehandlung und Beseitigung von Funktionsdefiziten ab. Neben der Behandlung des Bewegungsapparates lassen sich auch Nerven-, Herz- und Gefäß-, Stoffwechsel oder Atemwegserkrankungen therapieren und begleiten. Insgesamt soll die Eigenständigkeit des Patienten gefördert und der gesamte Organismus unterstützt werden. Die Physiotherapie eignet sich zur Prävention von Erkrankungen, zur Therapie akuter und chronischer Beschwerden und zur Rehabilitation.

*Durch unsere Doppelqualifikation als Physiotherapeuten und Heilpraktiker können Sie mit akuten Beschwerden auch direkt zu uns kommen ohne vorher beim Arzt gewesen sein zu müssen!

Physiotherapeutische Behandlungstechniken in unserer Praxis

Die Allgemeine Physiotherapie, oder auch Krankgengymnastik, wird vom Arzt verordnet. Hierbei handelt es sich um Behandlungen in denen neben therapeutischen Techniken das Hauptaugenmerk auf der Anleitung des Patienten liegt. Entsprechend werden Übungsprogramme zur Prävention, akuten Schmerzbehandlung und konservativen oder postoperativen Rehabilitation erarbeitet.
Normalen physiologischen Reaktionen von Nerven und Muskeln werden durch spezielle Eigenreflexe angesprochen. Dies dient der Rehabilitation von Koordination und Kraft bei zentralen und peripheren Nervenschädigungen nach Bandscheibenvorfall, oder Schlaganfall.
Die Gelenke der Wirbelsäule und Extremitäten werden zur Beseitigung von Bewegungseinschränkungen mobilisiert.
Z.B. Bindegewebsmassage oder Fußreflexzonenmassage.
Hier werden auffällige Reflexpunkte zur Beseitigung von Verspannungen im subkutanen Gewebebereich diagnostiziert und entsprchend behandelt.
(nach Prof. Földi)

Hier handelt es sich um eine manuelle Behandlungstechnik zur Förderung des Abflusses der Lymphflüssigkeit, z. B. nach operativen Eingriffen, Bestrahlungen, bei chronischen Venenerkrankungen, Stauungen oder Ödemen aller Art. Diese wird durch eine verordnete Kompressionstherapie (Strümpfe oder Bandagen) und aktive Bewegungsübungen begleitet.

Das Erlernen von ökonomischen und wirbelsäulengerechten Bewegungsabläufen für Alltag und Beruf wird theoretisch und praktisch durchgeführt.

Die Physiotherapie ergänzende Maßnahmen aus der Passiv Physikalischen Therapie
in unserer Praxis

Wärme oder Kältetherapien werden ergänzend zu physiotherapeutischen Behandlung als Unterstützung der Behandlung eingesetzt. Verwendet werden klassische Coolpacks mit Gel sowie Naturmoorpackungen für die Wärmetherapie.
Die Elektrotherapie wird zur Schmerzbehandlung oder als Aktivierungshilfe bei muskulären Problemen eingesetzt. Verwendet wird ein weites Spektrum an Gleich- und Wechselströmen.
Die elastischen Kinesiotapes („bunte Klebebänder“) werden zur Schmerzbehandlung, Unterstützung von Funktionen und Sensibilisierung des Patienten eingesetzt.
Die nicht elastischen klassischen Tapeverbände dienen der Stabilisation und der gezielten Funktionseinschränkung einer Region (z.B. Fuß, Daumen etc.).

Ein paar mögliche Indikationen für eine physiotherapeutische-, oder
passiv physikalische Behandlung

  • Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, Hexenschuss
  • Unfall- und Operationsfolgen
  • Sportverletzungen
  • Skoliose
  • Neurologische Erkrankungen z.B. nach Bandscheibenvorfall oder Schlaganfall.
  • Neurologische Kompressionssyndrome (z.B. Impigement, Karpaltunnel Syndrom)
  • Schulter-Arm Syndrome
  • Kopfschmerzen, Ohrgeräusche & Schwindel
  • Kiefergelenkbeschwerden (CMD)
  • Beschwerden in den Extremitäten (Arme, Beine)
  • Nasennebenhöhlenerkrankungen mit Atemwegserkrankungen
  • Verdauungsstörungen & Blasenprobleme
  • Schlaflosigkeit, Nervosität & Konzentrationsschwäche
  • Durchblutungsstörungen und Kreislaufproblematiken
  • Chronische Gelenkerkrankungen (z.B. Arthrose, Rheuma)
  • Asthma und COPD
  • Gynäkologisch-Urologische Funktionsprobleme (z. B. Menstruationsbeschwerden, Senkungen, Verwachsungen und Stauungen)
  • Säuglingsleiden (z.B. Geburtstraumen, Haltungsveränderungen, KISS Kinder, Schreikinder, Verdauungsprobleme)

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Behandlungsdauer, Häufigkeit & Kosten

Die Behandlungsdauer und Häufigkeit richtet sich nach der ärztlichen Verordnung. Beispielsweise Krankengymnastik 20 Minuten, PNF und Manuelle Therapie 30 Minuten 1-2x pro Woche.
Am Ende der Behandlungsserie wird die Rechnung anhand der „Liste der beihilfefähigen Höchstbeträge für Physiotherapeutische Leistungen von 2003“ ausgestellt. Die individuell erstattungsfähigen Sätze erfragen Sie bitte bei Ihrer Privaten Krankenversicherung oder Beihilfestelle. Wir können einfach der Vielzahl verschiedener individueller Versicherungsverträge und Zusatzversicherungen nicht Rechnung tragen und orientieren uns daher am gängigsten Leistungskatalog für Privatversicherte.
Bitte sprechen Sie uns auch gerne an!

Für gesetzlich versicherte Patienten haben wir keine Zulassung beantragt. Diese Patienten können anhand einer ärztlichen Privatverordnung behandelt werden und tragen ihre Kosten zu 100% selbst. Manchmal werden auf Antrag bei einer gesetzlichen Krankenversicherung die Kosten prozentual oder sogar gesamt anerkannt und dann von dieser erstattet.

*Für Patienten ohne ärztliche Verordnung liquidieren wir privat in Anlehnung an die „Liste der beihilfefähigen Höchstbeträge für Physiotherapeutische Leistungen von 2003“, bzw. der Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH). Der zugrunde liegende Privatstundensatz beträgt 75-80 Euro. Etwaige Heil- oder Hilfs und Verbandmittel sind in dem Honorar nicht enthalten und werden separat berechnet.